2-Takt-Motor vs. 4-Takt: Was sind die Unterschiede?
Durch Bardahl • Die 21.09.2021 • 5 min Lesung
Anders als man vielleicht glauben mag, sind die Betriebsphasen eines Zweitakt- und eines Viertaktmotors identisch:
1. Zulassung
2. Komprimierung
3. Explosion (Benzin)/Verbrennung (Diesel)
4. Auspuff
Bei einem Zweitaktmotor werden Öl, Kraftstoff und Luft jedoch im Brennraum vermischt, was bei einem Viertaktmotor nicht der Fall ist, bei dem Kraftstoff unter keinen Umständen mit Öl vermischt werden darf.
Bei einem Zweitaktmotor werden die vier Schritte in einer Hin- und Herbewegung des Kolbens oder in zwei Bewegungen (einer Umdrehung der Kurbelwelle) ausgeführt. Das Luft-/Kraftstoff-/Ölgemisch wird eingelassen, wenn der Kolben durch Unterdruck nach oben steigt, worauf sehr schnell die Kompression folgt. Die resultierende Explosion bewirkt, dass der Kolben nach unten gedrückt wird und die Abgase entweichen. Das Öl wird daher im Auspuff verbrannt, was bei einem 4-Takt-Motor nicht der Fall ist.

Bei einem 4-Takt-Motor werden die vier Betriebsphasen in zwei Hin- und Herbewegungen des Kolbens bzw. 4 Bewegungen (zwei Kurbelwellenumdrehungen) ausgeführt. Beim Absenken des Kolbens wird durch Öffnen der Einlassventile Luft eingelassen und vermischt sich dank der Einspritzdüsen mit dem Kraftstoff. Die Kompression erfolgt dann beim Aufsteigen des Kolbens und unter keinen Umständen (außer im Falle eines technischen Problems) vermischt sich das Öl mit dem Kraftstoff. Bei der Explosion/Verbrennung wird der Kolben wieder nach unten geschickt und beim Aufsteigen erfolgt die Auspuffgase. Sofern kein technisches Problem vorliegt, wird das verbrannte Öl daher nicht über den Auspuff abgeführt.