Die Sprache der Motoröle verstehen
Durch Bardahl • Die 12.01.2021 • 5 min Lesung
Die lustigen Codes, die Sie oben sehen, sind die Viskositätsindizes von Mehrbereichsölen. Keine Panik, wir entwickeln weiter. Es gibt verschiedene Ölsorten: Einbereichs- und Mehrbereichsöle. Der Vorteil von Mehrbereichsöl besteht darin, dass es auf Wärme mit einer Viskosität reagiert, die mit steigender Motortemperatur zunimmt. Es verfügt daher über zwei Viskositätsgrade (heiß und kalt).
Viskosität: Definition
Und was ist Viskosität? Dies ist die Dicke, die den Widerstand der Flüssigkeit beim Fließen darstellt. Je höher die Viskosität eines Öls, desto dickflüssiger ist es. Das Abtropfen dauert daher eine Weile, aber der Schutzfilm für die mechanischen Elemente ist von hoher Qualität.
Heiß, kalt
Sie werden verstanden haben, dass bei einem Öl die Temperatur entscheidend ist! Und genau diesen Grad, heiß oder kalt, finden wir auf einem Mehrbereichsölindex. Nehmen wir zum Beispiel „5W30“. Das bedeutet, dass die Viskosität im kalten Zustand (das „W“ steht für „Winter“) 5 beträgt und bei warmem Motor 30.
Vorzugsweise sollten Mehrbereichsöle verwendet werden, da diese bei niedrigen Temperaturen eine niedrige Viskosität aufweisen. Sie sind „leicht“. Dadurch fließt das Schmiermittel schnell und erreicht die beweglichen Teile beim Starten des kalten Motors schneller. Ihre Zusammensetzung ermöglicht aber auch eine erhöhte Viskosität im heißen Zustand, wenn der Motor ebenfalls eine optimale Schmierung benötigt. Und für Ihren Begleiter auf zwei oder vier Rädern ist es unverzichtbar!
SAE, ACEA, API, S, C usw.
Jedes Öl hat seine eigenen chemischen Eigenschaften, die insbesondere von den Regionen abhängen, in denen es verwendet wird (die Außentemperatur ist in Paris nicht dieselbe wie in Dubai!). Sie erfüllen die Anforderungen unterschiedlicher Hersteller. Diese Eigenschaften variieren beispielsweise bei Fahrzeugen mit und ohne Partikelfilter (FAP).
Auf den Etiketten von Ölkanistern fällt Ihnen möglicherweise die Bezeichnung SAE auf, die für Society of Automotive Engineers steht. Dieses Gremium hatte die Idee, Motoröle nach ihrer Viskosität zu kodieren. Aber jede Region der Welt hat ihre eigenen Standards für ihre Hersteller: ACEA (Association of European Automobile Manufacturers) für Europa, API (American Petroleum Institute) für die „amerikanischen“ oder JASO (Japanese Automotive Standard Organization) für die japanische Automobilindustrie.
Möglicherweise stoßen Sie noch auf die Buchstaben S und C: S zeigt an, dass das Öl für Benzinmotoren verwendet wird und C für Dieselmotoren.
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